|
Die Pflege der Lötspitzen ist wichtig, um eine lange Nutzungsdauer
zu erreichen. Sowohl bei der trockenen als auch bei der nassen Spitzenreinigung
gibt es einiges zu beachten.
Die Regeln sind relativ einfach:
- Die Lötspitze regelmäßig abwischen
- Den Lötkolben immer mit verzinnter Spitze ablegen
- Die Temperatur der Spitze immer so gering wie möglich halten.
Durch das zyklische Reinigen nach etwa jeder zweiten bis fünften
Lötstelle werden Verschmutzungen durch Flussmittelreste oder
Oxide und sonstige, am Lötprozess beteiligte Stoffe beseitigt.
Seit der Einführung der bleifreien Lote und damit höherer
Lötspitzentemperaturen hat sich die trockene Reinigung im
Metallgeflecht und ohne den angefeuchteten Viskoseschwamm etabliert.
Der Vorteil hierbei ist, dass die Spitze nicht durch das Wasser
abgeschreckt wird.
Trotz sorgfältiger Behandlung kann die Lötspitze gerade
bei hohen Temperaturen oxidieren und verschmutzen. Es bildet sich
eine grauschwarze Schicht anstelle des glänzenden Lötzinns
an der Lötbahn. Um auch solche Spitzen weiter einsetzen zu
können, ist die Pflege mit einem speziellen Lötspitzenreiniger
erforderlich.
Der ERSA TIP Reactivator enthält neben speziell reinigenden
Substanzen die bleifreie Legierung Sn96,5Ag3,5 für eine unterstützende
Rückverzinnung während des Reinigungsvorgangs.
Eine stark oxidierte oder bereits passive (nicht benetzbare) Lötspitze
wird bei Betriebstemperatur gereinigt und wieder nutzbar
gemacht. Die Anwendung erfolgt über abwechselndes Ziehen der
Lötspitze über die Reinigungspaste und Abstreifen am Reinigungsschwamm.
Unterstützend für die lange Benutzung einer Spitze sind
möglichst niedrige Löttemperaturen und das Absenken der
Temperatur bei längerem Nichtgebrauch mittels Standby-Funktion.
Mit dem Ruhemodus bei modernen Lötstationen, wie z. B. der
ERSA i-CON nano, wird der Lötkolben bei Bedarf ganz heruntergefahren.
Die entsprechende Energieeinsparung gibt es gratis dazu!
|